2016


Das sicherlich älteste Beispiel eines Selfies kann man bereits aus der Mythologie ableiten. Der Jäger Narziss, voll Übermut wegen seiner unermesslichen Schönheit, wurde von der Göttin Nemesis verdammt, sich in sein Spiegelbild zu verlieben. Dies geschah, als er seinen Durst stillen wollte und sich in der Wasserquelle erblickte. Sein Name wurde demnach sprich-wörtlich für die Selbstverliebtheit, die schließlich in Ovids Metamorphose zum Tod des Protagonisten führte, da der selbstverliebte Narziss sogar die Nahrungsaufnahme vergaß. Ist diese Mythologie eine Parabel für das neue gesell-schaftliche Phänomen Selfie, in dem der Kult der Selbstdarstellung im Internet das direkte Umfeld des Einzelnen in die Ferne rücken lässt? Ist der moderne Mensch so eitel wie Narziss? Oder ist er eher Exhibitionist? Strebt er nach dem Unerreichbaren, so dass er sogar vergisst, er selbst zu sein? (...)

 

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2015


Buchbar - 29.01. bis 07.02.

AMorph lädt ein zu einem sinnlich-kreativen und bisweilenzweckentfremdenden Spiel mit dem „Element“ Buch. Grenzen des Stofflichen werden jedoch schnell überschritten und gestalterische Territorien dehnen sich wie selbstverständlich über die greifbare Materie hinweg aus. Inhaltliche, intellektuelle, individuelle und kollektive Bedeutungsebenen können z. B. für die künstlerische Übersetzung ebenso relevant sein, wie die Rolle des Buches im medialen Kontext oder das Spiel mit Genres, Zeichen und Sprache. Sinn- und Existenzfragen drängeln sich mutig vor: Wo war das Buch vor dem Buchdruck? Wohin wird es nach der um sich greifenden Digitalisierung gehen?

 

AMorphs Antwort darauf ist Aktion im Hier und Jetzt: Es ist an der Zeit, dem Buch zurückzuzahlen, was es uns gegeben, angetan, vorenthalten und weisgemacht hat. Auf dem Weg zur Erleuchtung, in die Irre, ins Verzücken, in Rage, aus dem Paradies oder einfach ins Vergessen.

 

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2014


Re-Ma(c)ke - 17.04. bis 05.05.

Am 26. September 1914 ist August Macke im Krieg gefallen. Er war nicht nur ein großer Expressionist. Er wusste auch, wie er weitere Künstler in seiner Umgebung für ihre Kunst motivieren konnte. Drei Wahnsinnige und (un-)heimliche Verehrer aus Bonn laden rund 20 Künstler aus Mackes ehemaligem Wirkungsfeld ein, ihre eigene Variation von Mackes Werk „Akt mit Korallenkette“ aus dem Jahr 1910 (heute im Sprengel Museum, Hannover) als Hommage an den Großen August zu kreieren. Die Ausstellung findet vom 17. April bis zum 5. Mai in den Galerieräumen von Kult 41 statt und feiert ihre Finissage am Wochenende vom August Macke Fest.

 

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