2018

13.-21.04.2018

KULTURBUNKER KÖLN-MÜLHEIM, Berliner Str. 20, 51063 Köln

Die Lüge ist nach dem Duden eine "(...) bewusst falsche Aussage, auf Täuschung angelegte Aussage; absichtlich, wissentlich geäußerte Unwahrheit (...)".

 

AMorphisten haben eine ganze Nacht über den Begriff debattiert und es wäre sicherlich spannend die Gedankenergüsse von Manchen original getreu aufzuschreiben, aber unser Protokollant hat seine Notizen aus Versehen geraucht. Im Ganzen ging es um die folgenden Punkten:

 

Bedeutendster Aspekt einer Lüge ist die Intentionalität, die Absicht Tatsachen, Fakten, Wahrheit zu verändern.

 

Nun kommt die noch schwierige Aufgabe „Wahrheit“ oder „Tatsache“ zu definieren; aber auch Subjektivität zu berücksichtigen: Wenn 5 Personen etwas erleben, können Sie 5 verschiedene Blickwinkel haben... Bietet auch dafür die Konvention einen Rahmen?... Warum ist die Lüge verwerflich? Weil sie ein der Grundpfeiler einer Gemeinschaft missbraucht?... und zwar: das Vertrauen... Könnte also eventuell die Lüge rehabilitiert werden?...

 

So... die Lüge jedenfalls wurde moralisch, religiös, soziologisch und psychologisch betrachtet und die ausstellenden Künstler waren in ihrer Auseinandersetzung mit dem Thema frei, wie die Lüge selbst spielerisch (wie Kinder die Welt lernen), künstlerisch, nach dem Wunsch eine frustrierende Realität zu verdrängen, altruistisch (um einen Freund zu schützen), nützlich (um sich einen Vorteil zu verschaffen), mit fiesen Absichten (aus Hass oder Neid) zu gestalten.